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Pressemitteilung der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal

04.12.2014
Aktiv die Energiewende gestallten
AllianzOberes Werntal informiert über Ergebnisse des Energiekonzepts

Dittelbrunn. Zwei bis drei Schwerpunktprojekte je Gemeinde, Gemeindesteckbriefe mit den wichtigsten Energieeckdaten und 15 interkommunale Projektvorschläge beinhaltet das vom Institut für Energietechnik IfE an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Brautsch erarbeitete Energiekonzept für die Interkommunale Allianz Oberes Werntal.
Jährlich werden in den beteiligten 8 der 10 Allianzgemeinden ca. 90.000 MWh Strom verbraucht, von denen im Jahr 2012 bilanziell bereits 99 % regenerativ erzeugt werden. Dieser Anteil kann zukünftig gesteigert werden, beispielsweise durch die Potentiale in den Bereichen Photovoltaik und Biogas. Bilanziell können fast 220 % des Strombedarfs selbst erzeugt werden. Zur Wärmeversorgung werden jährlich ca. 385.000 MWh Endenergie verbraucht. Gut die Hälfte wird über Heizöl und ein weiteres Fünftel über Erdgas abgedeckt. Die Erneuerbaren Energien decken rund 20 % ab und beruhen vor allem auf dem Einsatz von Biomasse und Solarthermie.

„Sie sind Champions League, aber Sie können noch viel besser werden“
Prof. Dr. Markus Brautsch (Institut für Energietechnik der Hochschule Amberg-Weiden)

Dies zeigt sich aktuell im niedrigen CO2-Ausstoß von ca. 2,9 Tonnen pro Einwohner und Jahr. Zieht man den deutschlandweiten CO2-Ausstoß als Referenzwert heran, beträgt dieser im Mittel ca. 6,5 Tonnen pro Einwohner und Jahr. Durch den Verkehr verursachte Emissionen sind von dieser Betrachtung ausgenommen.
Großes Potential zur Wärmeenergieeinsparung bieten die privaten Haushalte sowie der Wirtschaftssektor. Hier könnte der Wärmebedarf erheblich gesenkt werden.
Im Konzept wurde von Beginn an Wert auf einen praxisnahen und umsetzungsorientierten Maßnahmenkatalog gelegt. Deshalb erstellte das IfE für alle Kommunen Wärmekataster, welche straßenzugsweise den Wärmebedarf abbilden und die Basis für die Entwicklung konkreter Projekte und Maßnahmen bilden. Exemplarisch wurden drei Projekte detailliert auf Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit hin betrachtet.
Im Rahmen des Energiekonzeptes wurde durch zwei Bürgerforen die Partizipation der Bürger angestrebt. In zwei Fachgesprächen zu den Themen Verkehr und Gewerbe erarbeiteten Experten mögliche Maßnahmenpakete. Zwei Fachgespräche mit den lokalen Genossenschaften begleiteten das Energiekonzept inhaltlich. Eine Zusammenarbeit hat sich entwickelt und soll durch gemeinsame Maßnahmen weiter wachsen. Die größten Handlungsfelder liegen in der Sensibilisierung der Bürger (Energieeinsparung) sowie dem Zugang zu fachspezifischen Informationen sowohl für private als auch für gewerbliche Verbraucher. Zudem sollte der Ausbau der Erneuerbaren Energien interkommunal abgestimmt und basierend auf den im Energiekonzept ausgewiesenen Potentialen weiter angestrebt werden.

„Wir müssen tätig werden und die Maßnahmen mit Leben füllen“
Erster Bürgermeister Willi Warmuth (Energiesprecher Allianz Oberes Werntal)

Das Energiekonzept wurde zu 75 % durch das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken gefördert. In ihrem Grußwort betonte Energiemanagerin Anne Franz die Vorreiterrolle der ILE Oberes Werntal und lobte den Weitblick der Gemeinderäte und Bürgermeister. Das Konzept bilde einen Leitfaden und ist Entscheidungshilfe. Die Gemeinden setzen den Rahmen, nun gelte es, dass auch die Bürgerinnen und Bürger zukünftig verstärkt mit anpacken. Sie ermutigte dazu, die vorgestellten Ergebnisse aktiv anzugehen. Auch Prof. Dr. Markus Brautsch machte deutlich, dass die Ergebnisse nicht den Abschluss des Energiekonzepts darstellen, sondern vielmehr der „Auftakt für die Umsetzungsphase“ sind. Erster Bürgermeister Willi Warmuth griff den Faden auf und sicherte zu, sich in seiner Rolle als Energiesprecher aktiv für die Weiterführung der Ergebnisse des Energiekonzeptes einzusetzen.


Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
Eva Braksiek, Allianzmanagerin Interkommunale Allianz Oberes Werntal
Rathausplatz 1, 97502 Euerbach
Tel.: 09726 - 90 74 86 Fax: -87
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