Donnerstag, 8. März

Energetische Sanierung und Raumbeheizung durch Temperierung der Gebäudehülle

Referent: Henning Großeschmidt, Thermische Bauphysik, Tutzing

 

Rückblick zum Fachvortrag

„Temperierung der Gebäudehülle“

„Was die Römer schon wussten…kann nicht ganz verkehrt sein…“

gab Henning Großeschmidt (Tutzing) seinen Zuhörern zu denken, als er zum Thema „Temperierung der Gebäudehülle“ referierte.

Dabei bezog er sich auf die römische Hypokausten-Wandheizung, die schon 10 nach Chr. ihren Wärmebedarf durch umweglose, kontinuierliche Wärmeübertragung an die Gebäudehülle deckte. Der Vorteil daraus: keine Zugluft am Körper, keine Kondensation an der Wand und daher auch keine Schimmelproblematik. Das Heizsystem, als Bestandteil der Wand, sorgt für ein wohliges Raumklima und verhindert Staubumwälzung. Die Temperierung der Gebäudehüllle gelingt aktuell über „einfache“ Kupferrohre, die als Sockelschleife und Brüstungsschleife verlegt werden. Damit werden „klassische Heizkörper“ sowie aufwändiges und kostenintensives Dämmmaterial überflüssig. Sogar „alte“ Fensterscheiben können weiter verwendet werden. Anhand anschaulicher Beispiele erläuterte Henning Großeschmidt die physikalischen Gegebenheiten des praktischen Heizsystems, das sich insbesondere für Bestandsgebäude, feuchte Kellergewölbe, Kirchen und Museen eignet. Er appelierte zum Umdenken, nicht weiter nur die Raumluft zu beheizen, sondern sich vielmehr auf die Gebäudehülle zu konzentrieren. Dies ist nachhaltig, ressourcenschonend und effektiv. Informationen und Anleitungen zur „Temperierung“ gibt es im Internet unter www.temperierung.net.
 

Der Vortrag ist als PDF auf Anfrage beim Allianzmanagement erhältlich und kann per Mail zugesandt werden.