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„Zurück zum Ursprung“ – dieses Motto gilt immer öfter auch beim Thema Bauen. Das ans regionale Klima angepasste Satteldach oder ökologische Baumaterialien aus der Umgebung sind nur zwei Beispiele, die von Bauherren und Sanierern aufgrund ihrer bautechnischen Vorteile zunehmend geschätzt werden.

 

Überdurchschnittliches Interesse am Baustoff Lehm

Dementsprechend gut besucht war der Fachvortrag der Bauhütte Obbach zum Thema „Ausbau mit Lehm – Wohngesunde Alternative zu Gipskarton“, der im Frühling aufgrund der Pandemielage digital stattfand. 52 Zuschaltungen, bei denen zum Teil mehrere Personen vor einem Bildschirm saßen, verdeutlichten das große Interesse an diesem traditionellen Baustoff. Schwerpunkt des Vortrags war der Lehmausbau mit Lehmbauplatten und Putzträgerplatten für Lehm, die sich mit großer Vielfalt in Fachwerksanierung, Putz- und Trockenbaubereich einsetzen lassen. Der Referent Silvio Stolpe, Malermeister und Baubiologe, weist eine über 20-jährige Erfahrung in dem Gebiet auf.

 

Lehmbauplatten sind nachhaltiger als Gipskartonplatten

Weit verbreitet ist gegenwärtig der Einsatz von Gipskartonplatten. Im Vergleich zu Beton ist Gips tatsächlich ein relativ nachhaltiger Baustoff natürlichen Ursprungs. Doch durch den Abbau von Naturgips werden ursprüngliche Naturlandschaften umgestaltet oder zerstört, was die Artenvielfalt gefährdet. Künstlicher REA-Gips, der als Abfallprodukt von Kohlekraftwerken anfällt, ist langfristig keine Alternative. Zudem sind Baumaterialien aus Gips oft mit Kunststoffen versehen, was ein Recycling erschwert. Sie landen somit häufig auf Deponien, wo Schadstoffe freigesetzt werden können. Doch nicht nur aus ökologischer Sicht gibt es viele Gründe, stattdessen Gipsprodukten lieber Lehmbauplatten zu bevorzugen.

 

Lehm ist schalldicht, klimatisieren und luftreinigend

Lehm besteht im Prinzip aus Erde, Sand und Wasser und enthält manchmal Zusätze wie Stroh, Steine oder Kräuter. Optimalerweise ist das Ausgangsmaterial also direkt beim Aushub für den Hausbau vorhanden, weshalb Lehm seit Urzeiten als Baustoff verwendet wird. Die natürliche Bindekraft erfordert keinen Zusatz von Chemikalien, sodass sich auch mehrere Jahrhunderte alte Lehmwände zu neuem Lehm anrühren lassen und somit perfekt recyclebar sind. In mit Lehm gebauten Räume filtern die Wände Schadstoffe aus der Luft und regulieren die Raumfeuchte auf permanente 50%. Auch wirken sie besonders lärmschützend und im Sommer klimatisierend. Inzwischen bieten verschiedene Hersteller Lehmbauplatten in unterschiedlichen Stärken und Ausführungen, die ganz wie Gipskartonplatten ganz einfach auf einer Unterkonstruktion verbaut werden können.

 

Fachvortrag jetzt auf YouTube verfügbar

Den kompletten Fachvortrag „Ausbau mit Lehm – Wohngesunde Alternative zu Gipskarton“ finden Sie nun in voller Länge auf dem neuen YouTube-Kanal der Bauhütte Obbach. Die Bauhütte Obbach ist ein kostenloses Bildungsangebot der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal bestehend aus den zehn Gemeinden Bergrheinfeld, Euerbach, Dittelbrunn, Geldersheim, Niederwerrn, Oerlenbach, Poppenhausen, Waigolshausen, Wasserlosen und Werneck.

 

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