Projektlaufzeit Oktober 2017- Juli 2018

Bearbeitung
Baader Konzept GmbH, Gunzenhausen
Gertz Gutsche Rümenapp, Stadtentwicklung und Mobilität, Planung-Beratung-Forschung GbR

Förderung
Die Untersuchung wird vom Bereich für Zentrale Aufgaben der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung,
SG 3 Dorferneuerung und ILE gefördert und fachlich begleitet.
 
Anlass
Wie wäre die Entwicklung im Oberen Werntal ohne den Fokus auf die Innenentwicklung für uns verlaufen?

Dabei wird der Zeitraum der gemeindlichen Entwicklungen von 2008 bis heute betrachtet.
Damals waren wir bayernweit die erste Allianz, die sich als „Region“ gemeindeübergreifend aufgestellt hat,
um ein abgestimmtes Flächenmanagement in interkommunaler Zusammenarbeit zu installieren.
Im Rahmen des Modellprojektes FLIZ (Flächenmanagement in interkommunaler Zusammenarbeit) entstand die
Flächenmanagement-Datenbank, die mittlerweile bayernweit zum Einsatz kommt.

Unsere Gemeinden betreiben seit Jahren ein aktives Flächenmanagement, um Potenziale zur Innenentwicklung zu erschließen
und unserem Leitbild der „Oerlenbacher Erklärung“ zur vorrangigen Innenentwicklung, nachzukommen.

Welche Konsequenzen zeigen sich daraus?
Neben den baulichen Veränderungen werden folgende Aspekte mitbetrachtet:

  • infrastrukturelle
  • funktionale
  • finanzielle
  • soziale
  • sowie Folgeeffekte


Projektschritte der Evaluierung

  1. Erfassung der realisierten Innen- und Außenentwicklung seit 2008

    Wie viele der Innenentwicklungspotenziale wurden seit 2008/ 2009 bis heute aktiviert?
    Sind neue Potenziale hinzugekommen?
    Wie viele Neubaugebiete wurden im Außenbereich ausgewiesen?

  2. Bestandsaufnahme der bisherigen Aktivitäten zur Innenentwicklung seit 2008

    Es werden die umfangreichen Aktivitäten zur Unterstützung und Förderung der (Wieder-) Nutzung innerörtlicher Flächen und Gebäude erfasst. Dabei sind finanzielle, kommunikative, fachliche und soziale Maßnahmen zu berücksichtigen (z.B. kommunale Förderprogramme, Bauberatungen, Informationsveranstaltungen, Printprodukte, Benennung von Innenentwicklungslotsen, Aufstellung und Pflege von Baulücken- und Leerstandskatastern / Flächenmanagement-Datenbanken, Vereinsgründungen zu Umbau / Betrieb innerörtlicher Gemeinschaftseinrichtungen, Aktivitäten des Modellprojektes Bauhütte Obbach etc.)

  3. Ermittlung von Folgeeffekten für die Kommunen

    Aus der realisierten Innenentwicklung inklusive Außenentwicklung mit Schaffung von Wohneinheiten werden mit Hilfe von Modellrechnungen die Folgeeffekte für Infrastrukturaufwand, Einwohnerentwicklung und Kommunalfinanzen je beteiligter Kommune ermittelt. Die Evaluierung konzentriert sich dabei auf Aspekte der Vollzugs- und Wirkungskontrolle.

    Als Bewertungsbasis dient ein Vergleichsszenario, das Art und Umfang der Siedlungsentwicklung beschreibt, die eingetreten wäre, wenn die Kommunen in den letzten 10 Jahren auf den Schwerpunkt Innenentwicklung verzichtet hätten. Dieses Vergleichsszenario wird im Dialog mit allen Kommunen erarbeitet und erlaubt die Gegenüberstellung der Effekte der tatsächlichen Siedlungsentwicklung und der Entwicklung im Vergleichsfall „ohne Innenentwicklung“. Ergänzend werden Einzelinterviews sowie mehrere Workshop-Runden mit den Akteuren vor Ort genutzt, um die qualitativ wirksamen (Synergie-) Effekte aktiver Innenentwicklung zu ermitteln.

  4. Analyse des Status-quo in der Interkommunalen Allianz

    Für die Analyse des Ist-Status in den Kommunen wird mittels Interviews und Gruppendiskussionen die Haltung der lokalen Akteure in Bezug auf die Innenentwicklung untersucht. Unter Einbezug der Ergebnisse aus der Bestandsaufnahme soll der "Status quo" der Innenentwicklung in der Allianz dargelegt und die Optionen für eine weitere aktive Siedlungs- und Innenentwicklungspolitik ausgelotet werden.

  5. Zukünftige Ziele und Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Interkommunale Allianz
    sowie Übertragbare Ergebnisse zur Unterstützung der Arbeit der Ländlichen Entwicklung


    Die Ergebnisse werden zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten im Oberen Werntal aufzeigen.
    Auch werden Impulse für das Modellprojekt Bauhütte Obbach erwartet.
    Die wissenschaftlich fundierten Ergebnisse zu Aufwand, Erfolgen und ggf. noch nicht bekannten Push- und Pull-Faktoren
    einer aktivern Innenentwicklung unterstützen die zukünftige Arbeit der Gemeinden sowie des Amtes für Ländliche Entwicklung.
    Auch wird die Übertragbarkeit auf andere Kommunen untersucht.