Förderung "Werntal Dorf" (IKDK)

Interkommunales Denkmalkonzept “Werntal Dorf”

Förderangebot für Eigentümer mit regionaltypischen, ortsbildprägenden Anwesen. 

In Kooperation mit der ILE Oberes Werntal, dem Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken (ALE) und dem Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD).

Nutzen Sie die Chance - der Förderzeitraum ist begrenzt und endet 2028

Wenn ihr Wohnhaus, die Nebengebäude oder die Scheune, die Mauer oder das Hoftor bei uns im Interkommunalen Denkmalkonzept “Oberes Werntal” kartiert sind, haben Sie Anspruch auf eine Förderung.

Auch gibt es für umfangreichere Maßnahmen das Angebot einer kostenfreien Architektenberatung vorab.

Wie hoch ist der Fördersatz für die Sanierung  “ortbildprägender” Bausubstanz?

Der Regelsatz liegt derzeit bei 20% der Kosten (netto).
Je nach Umfang und Gestaltungswert der Maßnahme sind auch 35% möglich,

z.B. für mehrflügelige Holzfenster, Natursteinfassaden u.ä.  

Für „besondere Bauwerke“ (ortsbildprägend, kulturhistorisch wertvoll, denkmalgeschützt) ist ein noch höherer Fördersatz vorgesehen. 

Wir beraten Sie gerne und vermitteln den Kontakt zum Amt für Ländliche Entwicklung. Hierüber wird die Förderung abgewickelt. 
Rufen Sie uns an unter: 09726-91 55 27 oder schreiben an: info@oberes-werntal.de

Hier einige Praxisbeispiele zur Nutzung der Förderung als Anregung zum Nachlesen:

Förderung der Komplettsanierung eines BauernhausesFörderung eines barrierefreien Umbaus mit schwellenfreien RäumenFörderung eines neuen Dachstuhls mit Gaubenaufbau für mehr Wohnraum

Förderung eines neuen, denkmalgeschützten Hoftores

Wie hoch ist die Förderung für “unter Denkmalschutz” stehende Bausubstanz?

Nutzen Sie die derzeit sehr günstige Möglichkeit, ihr Gebäude umfassend untersuchen zu lassen. 
Diese Untersuchung nennt sich “Bestandsanalyse” und wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie 
(Modul 3) durch das Interkommunale Denkmalkonzept Oberes Werntal von Seiten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege sehr hoch gefördert.

Der Fördersatz beträgt 80%!
80% der Kosten übernimmt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, 20% verbleiben bei Ihnen als Eigentümer.

Wie hoch sind die Kosten für eine Bestandsanalyse?
Das hängt natürlich von Ihrem Anwesen bzw. Ihrem Gebäudebestand ab.
Ganz grob gesagt liegen die Kosten für eine Bestandsuntersuchung (inkl. statischem Kurzgutachten) bei ca. 20.000€ und für eine Machbarkeitsstudie mit Kostenrahmen bei ca. 30.000 - 40.000 €
Mit Förderung von 80% beträgt ihr Eigenanteil somit ca. 4- 5.000 € (bei einem Kostenaufwand von 20.0000€ bzw. 30.000€), durch den hohen Fördersatz.

Im Gegenzug erhalten Sie wertvolle Unterlagen zum Gesamtzustand Ihres Anwesens. 
Die Machbarkeitsstudie kann dabei folgende Bausteine umfassen: 

  • ein verformungsgerechtes Aufmaß
  • eine baukonstruktive Untersuchung und Bewertung (Tragwerksgutachten/Statik)
  • eine bauhistorisch-restauratorische Untersuchung
  • eine Fotodokumentation des Ist-Zustandes
  • ein Nutzungskonzept (Bei Bedarf)
  • und die Erarbeitung eines Kostenrahmens.

In einigen Fällen werden auch ein Holzschutzgutachten, eine Mauerwerksanalyse oder eine Schadstoffuntersuchung notwendig, die ebenfalls gefördert werden können.

Was bringt eine solche Untersuchung? 

Kostenklarheit und Schadensklarheit 
Damit lässt sich ein fundierter Sanierungsfahrplan erstellen.

Fachliche Unterlagen - Sie haben etwas in der Hand
Damit lässt sich die Immobilie für den Verkauf vorbereiten, auch kann ein entsprechender Preis kalkuliert und veragumentiert werden.

Alle denkmalfachlichen Voruntersuchungen sowie das gemeinsam mit dem Eigentümer entwickelte Nutzungskonzept (falls erforderlich und gewünscht) und die Kostenschätzung fließen in die Förderung ein.

Informationsflyer zum Förderprogramm Werntal-Dorf

Ergebnisse der Kartierung

Wie kann es nach einer Bauuntersuchung weitergehen? Welche Fördertöpfe gibt es?

Sonderinformation “Finanzielle Fördermöglichkeiten und Steuererleichterungen” Sonderinformation “Baumaßnahmen an Baudenkmälern - Kooperation und optimaler Ablauf”Sonderinformation “Barrierefreiheit an Baudenkmälern”
Nachhaltiges Sanieren von Denkmälern - eine Broschüre mit vielen interessanten Tipps & Links

Steckbrief zum Projekt “Werntal-Dorf”

Projektpartner

 finanzielle und fachliche Begleitung durch das

  • Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken (Würzburg)
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Schloss Seehof)

Projektleitung

Markt Werneck, in Stellvertretung für die Allianzgemeinden

Bearbeitungsformat

1,5 Jahre, die Auftaktveranstaltung erfolgte am 09.12.2020.
Die Abschlussveranstaltung fand am 22.03.2023 im Bürgerhaus Pfändhausen statt.

Beteiligungsformat

Einrichtung eines Steuerungskreises, Abstimmung in AG-Sitzungen sowie Beteiligung der Öffentlichkeit 

Finanzierungsplan

Zuwendung BLfD35% der Gesamtkosten
Zuwendung ALE45 % der Gesamtkosten
Eigenanteil Allianz20 % der Gesamtkosten

Beauftragte Planungsbüros

  • architektur + ingenieurbüro perleth, Schweinfurt
  • Büro für Stadt & Denkmalpflege Christiane Reichert, Bamberg
  • Büro für Kultur in Dorf & Flur, Frau Dr. Sabine Fechter, Fladungen

Ziel des Modellvorhabens

Erfassung der ortsbildprägenden und regionaltypischen Bausubstanz im privaten Bereich (Wohn- und Nebengebäude, Hoftore und Pforten)
in allen 46 Dörfern mit ca. 4700 zu überprüfenden Objekten der Allianz anhand einer „Checkliste“ mit fachlicher Expertise und Bildmaterial.

Auf Basis dieser Erhebung wurde eine sogenannte Einfache Dorferneuerung zur Förderung von privater Bausubstanz durch das ALE Unterfranken für die erhobenen Objekte möglich. Jede Allianzgemeinde war involviert und der Gemeinderat konnte sich im einzelnen entscheiden, ob die Gemeinde diesen Schritt geht.

Was spricht dafür?

Ortsbildprägende und regionaltypische Bausubstanz steigert (oft unbewusst) die Wohn- und Lebensqualität!
Auch wird durch das Modellvorhaben ein weiterer finanzieller Anreiz für Privatpersonen möglich.

Jede Gemeinde erhält eine Übersicht und Orientierung zu bestehenden Bauqualitäten vor Ort.
Dies ist eine hervorragende Basis für weitere Planungen und Entscheidungen im Gemeinderat und in der Verwaltung.

Der Erhalt von Baukultur im Dorfbild fördert Identität und Heimatgefühl.

Denkmalgeschützte Häuser erhalten eine erweiterte Möglichkeit zur Förderung durch das ALE und das BLfD.
Finanzielle und fachliche Unterstützungsmöglichkeiten werden öffentlich gemacht.
Durch das Modellvorhaben wird ein Bewusstseinswandel hin zu einer positiven Wahrnehmung des Denkmalschutzes angestrebt.
Eigentümer erhalten einen wertvollen Impuls, eine mögliche Sanierung anzugehen oder aber über einen Verkauf nachzudenken.

Inhalte des Modellvorhabens

Modul 1: Bestandsaufnahme-Berichtsteil-Partizipation

Um den konkreten Bedarf an monetärer und fachlicher Unterstützung eruieren zu können, musste eine Erhebung der Ist-Zustände der historischen Bausubstanz im Oberen Werntal stattfinden (Modul 1). Es wurde die regionaltypisch erhaltenswerte, ortsbildprägende sowie als Einzeldenkmal gekennzeichnete Bausubstanz kartiert und in einem GIS-System erfasst.

Zunächst wurden 2 Dörfer „auf Probe“ erfasst, dies waren Pfersdorf und Hergolshausen.
Anhand dieser Ergebnisse wurde innerhalb der Allianz - unter Beteiligung des Steuerungskreises und der begleitenden Ämter - besprochen, ob die Erhebungsinhalte soweit passen oder ob es Änderungsbedarf gibt. Danach folgte die Weiterführung der Kartierung für alle 46 Dörfer der Allianz.

Das finale Ergebnis wurde der Bevölkerung in drei Abendveranstaltungen vorgestellt.

  • Anmerkungen wurden mit aufgenommen und eingearbeitet.
  • Für besondere „Diskussionsfälle“ folgten für alle 10 Gemeinden Dorfbegehungen, die von den Auftraggebern und Interessierten, bzw. involvierten Akteuren und Gemeinderäten begleitet wurden.
  • Abschließend wurde die überarbeitete und ergänzte Bestandsaufnahme in einer AG-Sitzung präsentiert.

Modul 2: Handlungsbedarf-Handlungskonzept-Partizipation

In einem nächsten Schritt (Modul 2) sind die baulichen Herausforderungen – Private Gebäude und Hoftoranlagen mit besonderem Handlungsbedarf, die erhaltenswert sind und leer stehen, bzw. einen hohen Sanierungsstau aufweisen - gesondert zu betrachten.

Für sie wird eine Schwächenanalyse durchgeführt und priorisiert auf notwendige Sanierungsmaßnahmen und mögliche Fördermittel hingewiesen.

Für die Inhaber dieser privaten Gebäude und Hoftoranlagen sowie für Interessierte war eine Informationsveranstaltung geplant, die durch die Corona-Situation entfallen musste, bzw. wurde öffentlich zur Abschlusspräsentation eingeladen, an der es Informationen zu möglichen Förderwegen gab.

Das Modellvorhabend IKDK Oberes Werntal stellt einen weiteren, wertvollen Baustein der Innenentwicklung im Oberen Werntal dar.